Luzia Hürzeler *1976
Die Forelle, 2012

2 synchronisierte Videos, 7'45'', mit Ton, lebensgross (59 x 46,5 cm) gezeigt in 2 kubischen Monitoren auf Sockeln. Edition 2/5
B 2013.9
Depositum des Kunstvereins Solothurn, 2013
Ausgestellt

Zwei Monitore auf Sockel zeigen je ein Video: Auf der linken Seite und frontal ausgerichtet ist der Kopf und Schulterbereich der Künstlerin Luzia Hürzeler zu erkennen, rechts schwimmt eine Forelle im Wasser. Alsbald beginnen sich die gezeigten Sequenzen synchron ins Unbehagliche zu verändern: Während sich die Ansicht mit Hürzeler nach und nach mit Wasser füllt und die Künstlerin schliesslich nach Luft schnappen muss, sinkt der Pegel im rechten Monitor so weit ab, dass der Fisch verzweifelt ums Überleben zu kämpfen beginnt. Scheinbar im letzten Moment, wird die Prekarität durch die Verschiebung des Wasserpegels in die Gegenrichtung schliesslich wieder aufgelöst. In Hürzelers Arbeit ist die Gegenüberstellung von Mensch und Tier das Hauptmotiv. So hinterfragt die Künstlerin immer wieder Projektionen und Annahmen von Seiten Mensch in Bezug auf tierisches Verhalten.



Katrin Sperry